Tot...

Ein Gefühl stieg in mir hoch, ein Gefühl das man nicht beschreiben kann. Wenn man es aber versuchen würde zu beschreiben käme man auf Angst, Verbitterung und Hass. Wartend schaute ich auf die Uhr. Gleich würde es soweit sein. Ich saß alleine am Tisch. Vor mir stand eine Cola die ich mir bestellt hatte. Keinen Schluck habe ich daraus getrunken. Mein Blick haftete förmlich an der Tür. Mein Herz pumpte in regelmäßigen Stößen brennendes Blut durch meine Adern. Aber ich zitterte. Ob es die Angst vor ihm war, oder einfach nur die Neugier. Ich kann es nicht sagen. Dann ging die Tür auf. Ein Schauer durchfuhr mich. Hastig senkte ich den Blick. Meine Finger krampften sich regelrecht in den Tisch an dem ich saß. Gepeinigt hob ich meinen Kopf um zu ihm zu gucken. Mein ganzes Gesicht brannte vor Schamesröte. Alle Gefühle die ich je gekannt habe durchströmten mich und brausten mich auf. Der Mann stand am Tresen und redete mit der Bedienung sie lächelte einmal kurz auf und deutete dann in meine Richtung. Aber sie deutete nicht auf mich sondern auf das Fenster. Ich konnte mir das auch einbilden aber mir kam es so vor. Mit einmal ergoss sich etwas über meine rechte Hand Schreckhaft blickte ich auf den Tisch. Meine Hände hatten sich so in den Tisch verkrampft das mein Zittern die Cola auf dem Tisch zum überschwappen gebracht hatte. Hastig ließ ich den Tisch los und wischte mit einer Servierte die Cola weg. Als ich wieder aufblickte nickte der Mann am Tresen deute noch einmal in meine Richtung dann verließ er das Restaurant. Durch das Fenster beobachtete ich ihn wie er in seinen Wagen stieg. Dann fuhr er einmal um das Restaurant herum und dann auf die Straße direkt neben mir. Es dauerte eine Minute dann war sein Auto nicht mehr zu sehen. Erleichtert atmete ich auf und schloss die Augen und atmete tief durch um mich zu beruhigen und zu sammeln. Als ich sie wieder aufmachte, wünschte ich mir es nicht getan zu haben. Vor mir saß er. ER auf den ich gewartet habe. Ich habe es nicht einmal bemerkt wie er sich zu mir gesetzt hat. Ich war wie Paralysiert. Unfähig etwas zu sagen oder zu machen starrte ich ihn an. Schaute in seine Augen und suchte vergebens nach etwas von dem ich nicht einmal wusste, dass ich es suchte. Er saß einfach nur da und guckte mich an. Kein einziges Wort kam über seine Lippen. Wir starrten uns einfach nur an. Seine Gesichtszüge kamen mir vertraut und doch fremd vor. Ich verglich mich mit ihm. Suchte nach Gemeinsamkeiten und fand sie auch dieselben Kieferknochen, derselbe komische Blick. Dann lächelte er mich an. Ich kam mir wie ein Idiot vor als ich zurücklächelte. Seine Lippen formten eine Frage, ich las sie mehr als das ich sie verstand „ Bist du Thorben? Mein Sohn?“ Ich konnte nur Nicken. Zu mehr war ich nicht in der Lage. Er erkannte mich. Freude stieg in mir auf und ich fühlte wie mir warm ums Herz wurde. Ich entwickelte so etwas wie Liebe für ihn. Ich erkannte ihn immer mehr als meinen Vater an mit jeder Sekunde wo wir uns in die Augen starrten. Er fuhr fort und sagte „ Ich wollte etwas schon die Ganze Zeit tun aber es ging einfach nicht. Es tut mir leid das ich es nicht schon viel früher getan habe als es noch nicht zu spät gewesen wäre…“ Es war mir egal was er nun sagen würde ich verzieh ihm dafür. Er war ein guter Mensch und liebte mich. Der Rest war mir egal. All die Jahre die ich ohne ihn ausgehalten habe waren mir egal. Mein Vater liebte mich. Stammelnd brachte ich ein „ich kann es verstehen“ hervor und bemerkte sein lächeln. Ich lächelte mit ihm und freute mich. Mein Vater endlich. Als mein Vater aufstand hatte ich Angst das er wieder gehen wolle aber ich konnte mich nicht bewegen. Mit einer raschen Bewegung zog er ein Jagdmesser aus seinem Stiefel und holte aus. Erschreckt wollte ich mich umdrehen um zu sehen vor was mich mein Vater, mein eigenes Fleisch beschützen wollte. Doch dann merkte ich es. Er wollte mich nicht beschützen. Er holte aus und stach zu. Immer wieder bohrte sich die eisige Klinge in meinen Hals hinein. Ich wehrte mich nicht denn mein Vater beschützt mich sicherlich. Er würde es nie zulassen dass mir, seinem Sohn etwas Geschehen würde. Schleier senkten sich über meine Augen und sahen noch wie mein Vater wegrannte. Ich bekam Angst. Er hat mir nicht einmal Tschüs gesagt, er ist einfach so gegangen. Liebt er mich doch nicht mehr? Ich fing an zu weinen, dann wurde alles Schwarz

 

25.2.07 19:03

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


No-Light / Website (23.3.07 15:52)
Oh mein Gott !!!
Ist dir das wirklich passiert ? Es tut mir Leid, dass ich einfach so wieder in deinem Leben auftauche, aber... Verdammt, was ist das für ein grauenvoller Mensch ?
Oh Gott, oh Gott, oh Gott !! O.o

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